… im Theater

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... erlebt

Seit langem war ich mal wieder ‚Springerfrau‘ im Theaterabo. Meine vierte Oper stand auf dem Plan, Alcina von Georg Friedrich Händel. Mir völlig unbekannt, aber das hat ja bei meinem Wissen um die Oper nicht wirklich was zu heißen. So habe ich mich neugierig auf den Weg ins Hessische Staatstheater in Wiesbaden gemacht und die immer wieder wunderschöne Atmosphäre im Großen Haus genossen.

Alcina
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) 
Dramatische Oper in drei Akten

Musikalische Leitung Konrad Junghänel
Inszenierung Ingo Kerkhof

Alcina Heather Engebretson + Ruggiero Franziska Gottwald + Morgana Katharina Konradi
Bradamante Silvia Hauer + Oronte Benedikt Nawrath + Melisso Wolf Matthias Friedrich
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Kurz zu Hause nachgelesen, sollte mich eine Oper in 3 Akten (mit überschaubaren 2 Stunden) erwarten. Italienisch, mit deutschen Übertiteln. Die Handlung beschreibt eine Herrscherin einer Insel, die über Zauberkräfte verfügt, der Liebe sehr zugetan ist, mit den Männern immer nur spielt und bei Mißgefallen diese in Felsen, Bäume oder Sträucher erstarren lässt. Aber durch eine wahre Liebe und den dadurch entstehenden Verwirrungen und Leiden ändert sich alles. Alcina verliert ihre Zauberkräfte, ihre große Liebe erkennt, dass er nur manipuliert wurde und kehrt zu seiner Verlobten zurück und befreit letztendlich alle Bewohner der Insel von Alcina und ihrem Zauber durch einen Messerstoß.

Die Inszenierung kommt mit einem sehr reduzierten Bühnenbild aus, alles spielt sich sehr dunkel ab und zusammen mit einer ebenfalls sehr reduzierten Geschichte empfand ich sie als langatmig. Die Arien wiederholten sich sehr oft, und von der Geschichte kam für mich nur sehr wenig rüber. Ohne die Handlung vorher gelesen zu haben, würde sie sich mir nicht erschließen. Die Musik aber hat mir sehr gut gefallen, das Orchester hat wunderschön gespielt. Auch die Gesangesleistungen war aus meiner Sicht sehr gut. Besonders Alcina im dritten Akt war sehr überzeugend! Sehr gut auch die Beleuchtung. Die schlichte Bühnenausstattung hat diese auch sehr sparsamen Effekte gut unterstützt. Die Erscheinung von Alcina in rot war schon beeindruckend und auch das Schattenspiel im letzten Akt war sehr schön umgesetzt. Mir war das Schauspiel zu anstrengend eintönig, ich hätte mich gerne bequem zurück gelehnt und die Musik genossen. Zwischendurch habe ich das auch gemacht, musste dann aber ziemlich mit meiner Müdigkeit kämpfen. Und dieses Mal waren wir in unserer kleinen Gruppe einig in der Bewertung. Qualitativ sehr gut – aber sehr anstrengend! Und wieder bin ich der Oper ein Stückchen näher gekommen 🙂

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