Mariana Leky. Was man von hier aus sehen kann

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Allgemein / denkt

Was man von hier aus sehen kann. Es ist gar nicht möglich, dass dieser Titel nicht neugierig macht. Und die Neugierde wird belohnt. Ein wunderbares Buch, eines dieser Bücher, von denen man zum Ende hin immer langsamer liest, damit die Freude daran nicht beendet wird. Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben steht auf dem Einband. Diese Anwesenheitspflicht wird mit einer wunderschönen Sprache, unglaublich überraschenden Beschreibungen, Lebenseinblicke und viel Lebensweisheit beschrieben. Ein bisschen wie eine Fabel. Aber vielleicht mutet das auch wegen des Okapis an. Dem Leitfaden dieser Lebensgeschichte eines Dorfes im Westerwald. Wenn der zweiten Leitperson – Selma – im Traum das Okapi erscheint, hat die Vergangenheit es zur Sicherheit gemacht, dass am folgenden Tag der Tod das Dorf besucht. Jeder weiß das im Dorf, denn Selma schafft es nie diesen Traum für sich zu behalten. Er muss erzählt werden. Und plötzlich fühlt ein jeder als wäre für ihn der letzte Tag gekommen. Es werden Briefe geschrieben, die noch nötig sind. Gespräche geführt die noch nötig sind. Oder es wird ausgeharrt. Wie der pensionierte Postbote seinerzeit, der sich vor lauter Todesangst nicht von der Stelle bewegte und schließlich aus Angst vor dem Tod den Tod fand. Aber es geht vor allem um das Leben und dem Umgang mit ihm und dem Tod. Und es geht um Liebe. Ohne die ein Leben kein Leben ist. Es gibt so viele Sätze, die zum Denken anregen, ein wunderschönes Buch zum Nachdenken.

In der Mediathek des WDR gibt es einen Beitrag b.trifft mit Mariana Leky. Sehenswert.

 

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