Schokolade macht glücklich

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denkt

Glücklich durch Kinderhandel? Glücklich durch Versklavung? Glücklich durch verschleppte und dann versklavte Kinder? Ist das der Preis? Es ist wie so oft, man hört darüber und schiebt es weit von sich weg. Man glaubt gerne den unterschriebenen Vereinbarungen der großen Firmen und deren professionellen Statements. So mag es unser Gewissen. Auch hört man meist ‚nur‘ von Kinderarbeit … Versklavung ist für mich ein deutlicheres Wort. Und leider ein treffenderes.

In Holland habe ich Tony’s chocolonely entdeckt. Diese Schokolade fällt durch ihr Design im Schokoladenregal auf. Es ist jung und pfiffig. Und sie hat ein Siegel.  100 % sklavenfreie Schokolade. Sklavenfrei? Vielleicht bin ich naiv … aber für mich war das ein Problem aus früheren Zeiten. Sklaverei? Heute? Tony’s chocolonely ist ein eher zufällig entstandenes Projekt und aus der hartnäckigen Recherche des Gründers Teun van de Keuken wurde ein Schokoladenproduzent, der auf eine eigentlich selbstverständliche Sache achtet  und das ist offensichtlich nicht für jeden Schokoladenproduzenten selbstverständlich. Schaut euch den Film von Tony an.

Macht euch selbst ein Bild. Ich bin sicher, nicht jede Schokolade macht glücklich. Tony’s schmeckt und im fairen Handel gibt es sicherlich auch noch andere Alternativen.

Mir ist bewusst, dass des Thema Kinderarbeit ein extrem umfangreiches ist, eines das auf so viele Produkte und Länder zutrifft.  Mir ist auch bewusst, dass die Zustände schwer zu lösen sind. Aber hinschauen schadet nicht. Schon viele Jahre zuvor haben Reporter dieses Thema recherchiert. Es gibt hierzu so viele Informationen im Internet – wie auch diese Doku . Aber wirklich ändern tut sich alles nur sehr langsam.

1 Kommentare

  1. Das ist hervorragender und ganz wichtiger Blogeintrag ! Sensibel und selbstkritisch wird die Problematik beschrieben und weiterführend verlinkt.
    Das sollte ein ganz wichtiges Thema für den konsumorientierten Menschen von heute sein !
    Konsum zu Lasten von anderen ist verwerflich und sollte als ein moralisch- ethisches No-go gebrandmarkt werden.
    Weiterführend auch slaveryfootprint.org, hier kann jeder individuell ermitteln, ob für den persönlichen Konsum weltweit 20 oder 200 Menschen versklavt worden sind.

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